Pfarreien zusammenlegen(Unkommentiert gebe ich hier einen Abschnitt aus dem Rundbrief der österreichischen Laien-Initiative wieder.)Es hat sich wieder einmal herausgestellt, dass die Bischöfe nicht wagen, in Rom für die Interessen ihrer Diözesen einzutreten. Statt einen Schritt in die Zukunft zu tun, hungern sie ihre Pfarren aus.
Wohin das führt, demonstriert die Diözese St. Pölten unter dem Opus-Dei-Bischof Klaus Küng. Er will 350 der 424 Pfarren seiner Diözese schließen. Die Sonntagsmesse wird dann nur mehr in Zentralpfarren gefeiert, in den verwaisten «Filialkirchen» dürfe weiterhin Rosenkranz gebetet werden. Die Bischöfe scheinen völlig vergessen zu haben, dass das Konzil die Eucharistiefeier als Zentrum christlichen Lebensvollzugs festgeschrieben hat. Im Gegenteil: Sie erklären neuerdings, sie seien die wahren Reformer, und es sei konservativ und rückständig, an der Forderung einer Eucharistiefeier in jeder Gemeinde festzuhalten. Um ein elitäres Priesterbild aufrecht zu erhalten, verweigern sie den Gläubigen die Feier des Todes und der Auferstehung des Herrn.Unter diesen Umständen darf man sich nicht wundern, wenn die Gemeinden zur Selbsthilfe greifen. Immerhin hat eine andere Diözese, nämlich Linz, beschlossen, dass Pfarr-Zusammenlegungen nur stattfinden werden, wenn die Betroffenen zustimmen.
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant