Im Namen des Himmels ….Weiter bei F.X. Kaufmann:» ….Was aber heißt «römischer Geist»? Verkürzt geht es um das Selbstbewusstsein, dem verantwortlichen Zentrum der Weltkirche anzugehören, des ältesten Global Players. Diese von ursprünglich römischem Geist geprägte Weltkirche versteht sich als ein Sozialgebilde, das auf Befehl und Gehorsam beruht, in dem die einzig zugelassene Komplexität die hierarchische ist. Die Hierarchie versteht sich in der Verantwortung vor Gott, und dies begrenzt zweifellos die Willkür der Machtausübung. Ein dialogisches Prinzip ist jedoch nicht vorgesehen, geschweige denn irgendwelche Formen außervatikanischer Mitbestimmung.
Der demokratische Staat
Vereinbarungen im Konkordat zwischen Staat und Kirche gelten als Beschränkungen, die bei der nächstmöglichen Gelegenheit zu beseitigen oder auch durch kirchenrechtliche Ausnahmebestimmungen zu umgehen sind. Der säkulare und demokratische Staat, dessen Regeln insbesondere hinsichtlich der Religionsfreiheit man schließlich zähneknirschend hinnehmen musste, bleibt in seiner Eigenwertigkeit und insbesondere den Grundsätzen seiner Rechtsstaatlichkeit fremd. Gottes Herrschaft in allen Dingen, vertreten durch den Stellvertreter Christi auf Erden, bleibt die ideale Norm.»————————————————————–Ein Fragezeichen setze ich zur Aussage: «Die Hierarchie versteht sich in der Verantwortung vor Gott, und dies begrenzt zweifellos die Willkür der Machtausübung.» Das Gegenteil ist wohl der Fall, ausgedrückt im letzten zitierten Satz (Stellvertreter Christi)!
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant