In seinen Erinnerungen schaut Léon Joseph Kardinal Suenens auf die Vorbereitungszeit des Konzils zurück:Die Voten der Bischöfe seien in 17 dicken Bänden gesammelt worden, die den Eindruck hinterliessen, «dass die Reformwünsche eher kanonischer und liturgischer Art waren, und dass der erneuernde Wind von Pfingsten nicht gerade in Böen wehte» (Su 56).Man habe also am Anfang des Konzils mangels Erfahrung eher unsicher herum getappt. Johannes XXIII. aber habe ermutigend gesagt: «In Sachen Konzil sind wir alle Novizen» (Su 56).
Allerdings: ein Bischof habe konziliare Erfahrungen vorweisen können. Es handelt sich um den Italiener Alfonso Carinci, Titularbischof von Seleukia in Isaurien. Er hatte am I. Vatikanischen Konzil «teilgenommen» – als Ministrant. Während des Konzils, am 9. November 1962, wurde er 100 Jahre alt, und, so Suenens, man habe seinen Geburtstag mit einer brüderlichen Ovation gefeiert. Am 6. November 1963 starb er.(emf; vgl. Su 56)
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