Unter dem Datum vom 8. September 1962 notiert Marie Dominique Chenu den Erhalt verschiedener Briefe – Ausdruck des Informationsflusses, der in den Wochen vor dem Konzil rege hin und her geht. Darunter figuriert auch ein Brief des Dominikaners Yves Congar mit einer Liste von Nachrichten über lehramtliche Schwierigkeiten.«Brief von P. Congar, Theologe von Mgr Weber, der mir Neuigkeiten mitteilt, die er von P. de Lubac erhalten hat. P. Lyonnet muss seine Lehre am Bibelinstitut aufgeben; aber da das Dokument, welches diese Sache mitteilte, keine weiteren Präzisierungen gab, behält Pater General, SJ, ihn nicht nur vor Ort, sondern als amtierenden Dekan. P. Karl Rahner muss alle seine Schriften dem Heiligen Offizium vorlegen. Er hat daraufhin erklärt, dass er, weil er nicht mit dem Heiligen Offizium kämpfen möchte, auf jegliche Publikationen verzichtet. Der Kardinal von Wien nimmt ihn als Konzilstheologen, mehrere Bischöfe haben dem Papst direkt geschrieben, um sich über die Massnahme, die ihn trifft, zu beschweren. Schliesslich hat P. de Lubac Schwierigkeiten in der Folge seines Werkes über Teilhard» (Ch 59f.).(emf)
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