Gott ...

.. der Freund der Fremdlinge – und die SVP
Herr Blocher, das Aushängeschild der nationalkonservativen Partei der Fremdenfeinde, hat kürzlich in meiner Heimatgemeinde daran erinnert, dass unsere Bundesverfassung «im Namen Gottes» beginnt. Er sagte aber nicht, wer dieser Gott ist.In der Hebräischen Bibel lesen wir, Gott habe die Fremden lieb. Darum «sollst du den Fremdling lieben wie dich selbst» (Lev. 19,34). Die Begründung: Auch du, Volk Israel warst als Fremdling in Ägypten. Das Brisante: Auch Blochers Vorfahren sind in die Schweiz eingewandert. Waren sie Teil der «Masseneinwanderung», vor denen Blocher & Co heute in einer millionenschweren Propaganda warnen?Noch toller treibt es eine gewisse Iveta Gavlasovà, bekannt als Yvette Estermann. Sie kam aus der Slowakei in die Schweiz und wurde 1999 Schweizer Bürgerin. Als SVP-Politikerin heisst ihr politisches Credo: «Wir müssen den Zufluss von Migranten stoppen.»Als es um die Personenfreizügigkeit für ihre slowakische Heimat ging, hörte ich am Radio, wie sie davor warnte, es könnten von dort arbeitslose Automobilarbeiter in die Schweiz kommen. Auf dem gleichen Weg, wie sie zu uns gekommen ist.So glaubwürdig sind «unsere» SVP-PolitikerInnen. Wann werden sie endlich vom Volk durchschaut?

Walter Ludin

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