Der alte Priester ...

… und der WellensittichIlse Sixt hat mir den folgenden Text geschickt. Aus dem Leben gegriffen …
Eine Klosterfrau meint: «Priestersein ist ein besonderer, herausgehobener, heiliger Dienst. Der Priester muß ihn ungeteilten Herzens ausüben können, also in Ehelosigkeit. Dies macht das Herz frei für die Aufgaben, die er leisten soll.Für den Priester gilt: Hirte, Glaubensbote, Verkünder des Evangeliums, Verwalter der Sakramente, aufmerksamer Diener des Altares zu sein. Der Priester hat die Aufgaben von den Aposteln übertragen bekommen. Deshalb darf er sprechen und tun, was Jesus gesagt und getan hat.»
Münchner Kirchenzeitung v. 22.3.09Zu: «Ungeteiltes Priesterherz»:
Ein Priester darf sprechen und tun, was Jesus gesagt und getan hat. Er darf aber auch, wenn er allein, krank und alt ist, mit seinem Wellensittich als einzigen Gesprächspartner, an seiner Einsamkeit zugrunde gehen und das mit ungeteiltem Priesterherzen.Als ich meinen Leserbrief dem 80-jährigen, krebskranken Priester vorgelesen habe, war er ausser sich vor Freude. Er rief seinem Wellensittich zu: «Hansi, Hansi, wir werden berühmt!»
Ilse Sixt

Walter Ludin

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