Integration ...

… Integration geht durch den Magen»Immigriert aber nicht integriert»: Mit diesem Schlagwort beklagte sich eine Soziologin darüber, dass viele Eingewanderte nicht richtig in unserer Gesellschaft angekommen sind. Wenn sie das Zauberwort «Integration» erwähnt, denkt sie fast ausschliesslich an Sprachkurse.Ganz anders der abtretende Integrations-Beauftragte des Kantons Luzern, der ehemalige Basler Bischof Hansjörg Vogel. Humorvoll wie er nach wie vor ist, meint Hansjörg im Rückblick auf seine Arbeit, er könne naturgemäss nur aus der «Vogel-Perspektive» reden. Er kann dabei eine beeindruckende Vielzahl von Massnahmen erwähnen, die er in seinem Amt anstossen konnte.Als brutaler Laie auf diesem Gebiet möchte ich seine Gedanken weiterführen und ein weiteres Stichwort in die Runde werfen: gemeinsame Aktivitäten von «Zugereisten» und «Eingeborenen». Hier tut sich auch nach dem Jahr der Freiwilligen ein weites Feld auf. Zum Beispiel: Da auch hier Liebe und gegenseitiges Verständnis durch den Magen gehen, warum nicht ein Kochkurs, bei dem beide Seite Gebende und Nehmende sind? Oder für jene, die lieber singen als kochen: gemeinsames Kennenlernen von Volksliedern.Die Migranten kämen sich dabei nicht als Ignoranten vor, oder wenn schon, dann könnten alle Beteiligten mit gegenseitiger Unterstützung ihre Ignoranz betr. Kultur der andern überwinden. Mit etwas Phantasie lassen sich andere Beispiele finden. Und nun: viel Spass beim Integrieren (nicht: intrigieren)!

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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