Wo bleiben die Schweizer BischöfeDer Leiter der KIPA-Redaktion in einer bemerkenswerten Glosse (»Seitenschiff»):(…)Die Bischofskonferenz habe derzeit zum Thema Atomenergie keine Stellungnahme in Vorbereitung, hiess es diese Woche auf Anfrage. Man könne aber zumindest dies festhalten: In zahlreichen Kirchen der Schweiz sei am Sonntag für die Menschen in Japan gebetet worden, und das hätten auch die Schweizer Bischöfe getan. Und wenn der Papst in einem Telegramm an den Vorsitzenden der japanischen Bischofskonferenz die Anteilnahme der Kirche an der Not der Menschen in Japan ausgedrückt habe, so sei dies natürlich auch im Namen der Schweizer Bischöfe und der ihnen anvertrauten Gläubigen geschehen.
Wir bleiben zuversichtlich. Irgendwann wird die Schweizer Bischofskonferenz bestimmt eine ausführliche und gewissenhaft austarierte Stellungnahme zu Nutzen und Risiken der Atomkraft verbreiten. Die weder die Atombefürworter noch die Atomgegner verärgert.
Wie war das nur schon mit den strategischen Zielen, die sich die Bischöfe vor zwei oder drei Jahren für ihre Kommunikation und Medienarbeit verordnet hatten? Punkt 1 lautet: «Die katholische Kirche in der Schweiz wird in der breiten Öffentlichkeit als Organisation wahrgenommen, die aktiv zur Entwicklung der Gesellschaft beiträgt – namentlich durch ihre pointierten Stellungnahmen zu gesellschaftspolitisch relevanten Fragen.»
job
Danke, lieber job!!!!
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant