Kommt für die kath. Kirche die Rettung zu spät?

Das Wort hat ein KirchenhistorikerOb für die kath. Kirche die Rettung zu spät komme, fragt der Kirchenhistoriker Denzler in einem Vortrag. Wir dokumentieren in freien Folgen daraus einige Abschnitte:
«Bibelwissenschaftler stimmen heute darin überein, daß Jesus keine Kirche gegründet hat und deshalb auch keine genaue Kirchenverfassung vorliegen kann, auf die die unter seinem Namen entstandenen Kirchen bis zum heutigen Tag verpflichtet wären. Jeschua oder Jehowa, der heilend und predigend durch Israel ziehende Prophet aus Nazareth, sah seine primäre Aufgabe darin, das Volk Israel, dem er selbst angehörte, zum Glauben und Gehorsam gegenüber Gott, seinem Vater, zu bekehren. Daß es schon bald im Lauf der Ablösung von Israel zum Entstehen einer Kirche aus Juden und Heiden kam, war eine Folge der Ablehnung der Jesuspredigt durch die Führer des Volkes Israel.
Auch wenn Jesus «nicht irgendeine für alle Zeiten gültig festgelegte
Verfassungsform oder Amtsinstitution gestiftet hat», wie es der Bamberger Exeget PAUL HOFFMANN formulierte, so verkündete er doch eine Lehre, die Botschaft vom Reich Gottes, die für sein Programm konstitutiv bleibt. Wenn nun die im Sinn Jesu entstandene Institution Kirche untergehen sollte, bedeutet dies nicht gleichzeitig, daß auch die Jesus-Botschaft untergeht. Das heißt letztlich, daß wir auch ohne Kirche Anhänger Jesu sind, solange nur sein Evangelium unser Denken und Leben bestimmt. «
Doch: Wie lange würde dies der Fall sein? In China und anderswo hat das Christentum auch ohne Hierarchie (Priester) weitergelebt…..

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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