Z.B. Fasnachtsmusik, Essgabeln, KondomeGestern nahm ich in Luzerns Hauptkirche (St. Leodegar im Hof) an einem Fasnachtsgottesdienst teil. Der Pfarrer predigte singenderweise, indem er ein Kirchenlied vortrug und aktuell ergänzte, eine Guggenmusik spielte. In andern Bistümern (wenigstens in einem; man kann raten) ist der Auftritt solcher Gruppierungen verpönt oder sogar verboten.In der Kirche hätten nur «sakrale» Instrumente ihren Platz, vor allem die Orgel. Nun, diese war in der ersten christlichen Zeit ebenfalls verpönt. Und kürzlich hat der Bischof von Limburg die Gitarre im Gottesdienst verboten. Nebenbei: Es wurde mir erzählt, dass diese junge, dynamische Exzellenz eine katholische Gemeinde in Frankfurt besuchte und von ihr gebeten wurde, Eucharistie zu feiern. Der Bischof schickte seinen Fahrer mit der Limousine an den Bischofssitz, auf dass er dort Mütze und Stab hole.Zurück zum Thema: Von der Kirche verboten war lange Zeit die Essgabel, da ein Werkzeug des Teufels und – so ein Kirchenlehrer – ein Instrument der Verweichlichung.Wir können über solche Verbote nur lachen. Wie künftig über das Verbot von Kondom, «Pille» u.ä gelacht wird. Und wohl nicht nur künftig …
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant