Wir brauchen eine neue SpracheWeiter im Text des Chefs der Laien-Initiative Austrias:
Besonders junge Menschen verstehen die Kirche mit ihrer oft absonderlichen Sprache nicht mehr. «Unversehrte Jungfräulichkeit» degradiert Mütter zu Beschädigten und das «Lamm Gottes» einen wunderbaren Menschen zum Opfertier. Wäre da nicht im Ganzen eine ebenso behutsame wie mutige Anpassung überfällig, um das wahrhaft «Christliche» den Menschen unserer Gegenwart wieder sichtbar zu machen? So verwundert eigentlich, dass jene Kräfte, die weltweit um eine Erneuerung der Kirche ringen, nicht in erster Linie darauf hinweisen, wie sehr man sich von Jesus entfernt hat. Ihre Kritik zielt auf das Vorschriftenwerk der Institution, es geht um Zölibat, Weihe der Frauen, Einsatz von Laien in der Seelsorge (»viri probati») und Bischofswahlen.
Betr. Sprache: Es ist uns Insidern überhaupt nicht mehr bewusst, wie weltfremd viele uns vertraute Begriffe klingen. Neben der erwähnten «Unversehrten Jungfräulichkeit» denke ich da auch die in fast jeder Messe erwähnte «Selige Jungfrau»; tönt in den Ohren vieler nach «Gottseliger Jumpfer». Sorry, ist es nicht so??????Wie reagieren die Hüter der Recht(s)gläubigkeit auf neue Versuche, die Botschaft verständlicher zu formulieren? Statt mit Dankbarkeit mit Häresieverdacht ….
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant