Verfolgte Christen

Warnung vor FeindbildernDie Zeitschrift Publik-Forum schreibt in der Einleitung zum Artikel «Die Not der verfolgten Christen»: «Zwischen trauriger Wirklichkeit und dem Produzieren von Feindbildern». Damit ist vor allem das Feindbild Islam gemeint. Leider produziert die österreichische «Schwester» von Publik-Forum, die Zeitschrift Kirche in solche Feindbilder. Kürzlich wies das Titelbild auf einen Artikel über das Massaker an Kopten in Ägypten hin mit dem knalligen Titel: «Der nächste Anschlag folgt.»Viel unaufgeregter gibt sich Publik-Forum. So wird erwähnt, dass der Religionsverfolgungsbericht, den Hillary Clinton kürzlich vorstellte, nicht einseitig die Spannungen zwischen Christen und Muslimen behandle. An erster Stelle der Verfolgerstaaten steht Burma, gefolgt von China und Nordkorea. Erst später folgen Saudi-Arabien, Pakistan und Iran.Ein weniger differenzierter Bericht einer Freikirche unterscheidet nicht zwischen Benachteiligung und Verfolgung der Christen, heisst es weiter in Publik-Forum. Gute Noten erhält der 2008 erschienene Länderreport «Religionsfreiheit weltweit» von Kirche in Not. Dort geht es auch um verfolgte Muslime.

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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