Manifest «kirchlicher Dekadenz»

Anpasserisch?
Das Manifest der Theologen ist für kath.net offenbar so wichtig, dass es schon wieder einen Rundumschlag dagegen verdient. Diesmal vom Politologen Andreas Püttmann (u..a. Mitarbeiter der Dt. Tagespost). Er bezeichnet das Manifest als «Syptom kirchlicher Dekadenz». Ob er da nicht Ursache und Wirkung verwechselt.Nur noch ein Punkt: Der «Reformdruck sei in Wirklichkeit ein Anpassungsdruck an die säkularisierte Mehrheitskultur.»Lesen wir doch dazu im Manifest: «Die Orientierung an der biblischen Freiheitsbotschaft schließt ein differenziertes Verhältnis zur modernen Gesellschaft ein: In mancher Hinsicht ist sie der Kirche voraus, wenn es um die Anerkennung von Freiheit, Mündigkeit und Verantwortung der Einzelnen geht; davon kann die Kirche lernen, wie schon das Zweite Vatikanische Konzil betont hat. In anderer Hinsicht ist Kritik aus dem Geist des Evangeliums an dieser Gesellschaft unabdingbar, etwa wo Menschen nur nach ihrer Leistung beurteilt werden, wo wechselseitige Solidarität unter die Räder kommt oder die Würde des Menschen missachtet wird.» Es ist offensichtlich: Püttmann muss einen andern Text gelesen haben. Oder seine Vorurteile in den vorliegenden Text hinein projiziert ……

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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