Eingehen auf die moderne Gedankenwelt

Josef FringsAm 20. November 1961 hält Josef Kardinal Frings, Erzbischof von Köln, einen Vortrag über «Das Konzil und die moderne Gedankenwelt». Er postuliert eine dialogische Auseinandersetzung mit der modernen Gedankenwelt und geht auf die veränderte Gestalt ein, die die Religion in der Moderne annehmen müsse: Sie werde «karger werden in Gehalt und Form, aber vielleicht auch tiefer». Mit der Formulierung solcher Anliegen will Frings auch einem wachsenden Pessimismus im Vorfeld des Konzils entgegenwirken.
Papst Johannes XXIII. setzte ein Zeichen der Ermutigung, als er nach einer Sitzung der vorbereitenden Zentralkommission Frings zu sich rief, ihn umarmte und ihm sagte: «Ich habe diese Nacht ihren Vortrag von Genua gelesen und wollte Ihnen meinen Dank sagen für diese schönen Ausführungen».(emf; vgl. dazu: Wolfgang Weiss: Die deutsche Bischofskonferenz und das II. Vatikanum. In: Wi 27-44, 31)

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