Glaubwürdiges Christentum (2)

Fortsetzung der Jörns-Thesen
Ein glaubwürdiges Christentum… …wird seine Geschichte und Lehre kritisch befragen, ob sie zum Frieden oder Unfrieden im Zusammenleben der Völker beigetragen hat bzw. beiträgt.
…ist in seinem Grund ein mystisches Christentum und wird darum nicht stur an Dogmen und Glaubenssystemen festhalten, sondern sie als Modelle verstehen, die die Welt und das Dasein zu deuten versuchen. Modelle aber sind nicht die Wirklichkeit.
…wird Menschen mit ihren heute gemachten Gotteserfahrungen ernst nehmen. Glaube ist keine fertige Form, in die Menschen kriechen müssten.
…hat mit Gott, Menschen, übrigen Geschöpfen und dem Kosmos zu tun und glaubt, dass alles Leben in einem grossen Zusammenhang steht (soziale Verantwortung).
…wird seine Strukturen und Dienste (Ämter) – gemäss neutestamentlicher Praxis – flexibel gestalten, wobei geschlechtliche und soziale Unterschiede keine Rolle spielen. «Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus» (Galaterbrief 3,28).
Eigentlich selbstverständlich. Warum gibt es selbst unter so gescheiten Leuten wie B 16 dagegen Widerstände? Mysterium insalutis

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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