Abstimmungsniederlage

Autoverkehr: Wer ist ein «Diktator»?Wie bereits erwähnt, bin ich unter den Erstunterzeichnenden der Städte-Initiative – und erlebt heute eine Niederlage. Aus dem online-Portal zisch.ch»Der motorisierte Verkehr soll in der Luzerner Innenstadt begrenzt werden. Das Stimmvolk lehnte zwar die Städteinitiative ab. Der Gegenvorschlag stiess aber auf Zustimmung.Mit 9774 zu 8270 Stimmen ist die Städteinitiative bachab geschickt worden (54 zu 46 Prozent. Die Initiative hatte verlangt, dass der Anteil des öffentlichen Verkehrs und des Velo- und Fussverkehrs am Gesamtverkehr innert zehn Jahre um 10 Prozentpunkte erhöht wird.Der Gegenvorschlag, den der Stadtrat erarbeitete hatte, hiessen 63 Prozent der Stimmbevölkerung gut. Auch der Gegenvorschlag will den motorisierten Individualverkehr in der Innenstadt begrenzen – aber ohne fixen Zeitplan und prozentuale Vorgabe.»Ich war erstaunt, wie «schräg» oder gar unwahrhaftig unsere Gegner argumentierten. So warnten sie auf allen Kanälen vor einer «Diktatur» gegen das Auto. Die freie Fahrt würde behindert. Doch wer hindert die Autos tatsächlich am raschen Vorwärtskommen: die Autos selber. Jeden Freitag haben wir in unserer Stadt gegen Abend stundenlang Stau; öfters auch während den übrigen Tagen. Autofahrer beklagen sich immer wieder, für eine Strecke von 10 Min. würden sie fast eine Stunde brauchen. Darum: Wenn mehr Leute auf den ÖV umsteigen, umso weniger Autos behindern einander.Auch vor Einbussen im Bereich des Tourismus wurde gewarnt; besonders davor, dass Touristen weniger shoppen könnten. Als ob eine Innenstadt, in der es von Autos wimmelt, kaufanregend wäre …..Immerhin: Der Gegenvorschlag wurde angenommen. Die Initianten werden sicher sorgsam darüber wachen, dass er auch umgesetzt wird …..

Walter Ludin

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