Hoffnungen?
P. Hoffmann schreibt gegen Schluss der hier zitierten Abschnitte:
«Der ökumenische Aspekt darf – trotz der momentanen Rückschläge – nicht ausgeklammert werden. Der Vorstellung, dass die Einheit der Kirchen sich allein in der Unterwerfung aller unter die römische Primatialgewalt realisieren lasse, ist endgültig der Abschied zu geben. Schon das Jerusalemer Aposteltreffen (Gal 2) hat hier andere Wege gewiesen. Die Einheit wurde hier gerade in der gegenseitigen Anerkennung unterschiedlicher Weisen christlicher Glaubensverwirklichung gefunden. Die Chance, dass – wenn es denn sein muss – dem Bischof von Rom in der Weltgemeinschaft der Kirchen ein Ehrenvorrang zuerkannt wird, wächst in dem Maße, wie er selbst auf überzogene Machtansprüche verzichtet.»
Ein Bekannter riet mir soeben, ich solle KuKo in Rom in Ruhe lassen. Werde es tun. Hier nur noch: Nachdem er, anders als sein Vorgänger Walter K. gejubelt hat, als Ratzinger den andern das volle Kirchesein absprach, wie soll man da einen Durchbruch erwarten.Zudem: Nur wenn Eminenz von seinen rechthaberischen Tendenzen Abschied nimmt, wird er ernst genommen. Ich denke da an seine viele Briefe an mich und an Kollegen: Wenn er mir falsche Dinge unterstellt hat, versuchte ich zu klären. Statt meine Sicht zu akzeptieren (auch wenn er sie nicht teilen konnte …) hiess es etwa: «Was du da zur Verteidigung schreibst, glaubst du ja selber nicht.» Wenn er ähnlich mit den orthodoxen «Heiligkeiten» umgehen wird, dann Gnad Gott….
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant