Eucharistie und Dienst im Alltag Der Hohe Donnerstag verhilft uns zu einem vertieften Eucharistie-Verständnis; wobei auffallend ist, dass das heutige Johannes-Evangelium nicht davon erzählt, dass Jesus die Eucharistie eingesetzt; sondern es erzählt, wie Jesus den Jüngern die Füsse gewaschen hat.Wir wissen: Die vier Evangelien ergänzen einander: Eines ist im Lichte des andern zu verstehen. Darum: Beim Abendmahl geht es Jesus um die Gemeinschaft. In den synoptischen Evangelien ist diese Gemeinschaft ausgedrückt in der Kommunion, im Teilen von Brot und Wein; bei Johannes durch den Dienst. Der Auftrag «Tut dies zu meinem Andenken» bezieht sich auf beides: die liturgische Feier den gegenseitigen Dienst im Alltag Oder wie es die Münchner Integrierte Gemeinde ausdrückte, bei der ich als Student ein zweimonatiges Praktikum machte. Wir sollen nicht nur die Hostie, sondern auch das Brot teilen. Dazu der ehemalige Generalobere der Jesuiten,Pedro Arrupe: «Wir können das Brot des Lebens nicht würdig empfangen, wenn wir das Brot zum Leben nicht mit dem teilen, der es entbehrt.»
Andermatt, Gottesdienst zum Hohen Donnerstag, 20 00 Uhr
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant