….ist der Fall Kässmann (un)gelöst«Der Patriarch kann sich mit keiner Bischöfin treffen»: So hiess es aus Moskau unmissverständlich. Und die ebenso klare Begründung von Bischof Ilraion Alefjew, dem «Aussenminster» der Russisch-Orthodoxen: «Frauen können nicht in der Nachfolge der Jünger, der Apostel stehen, wie das bei den orthodoxen und auch katholischen Bischöfen der Fall ist.»Frage: «Exzellenz, was steht in Ihrer Bibel über Maria Magdalena, die den Aposteln die Osterbotschaft überbracht hat und die darum in der Tradition Apostolin der Apostel genannt wurde?»Weiterer O-Ton aus Moskau: «Zudem würde ein Treffen von Patriarch Kirill mit Frau Kässmann den Anschein erwecken, dass unsere Kirche das Priesterum der Frau anerkennt. Unsere Gläubigen würden das nicht verstehen. Wir aber müssen sehr gefühlvoll auf deren Stimme hören, sie sind nach unsererm Verständnis Hüter des orthodoxen Glaubens.»Danke, für dieses Ernstnehmen des «Glaubenssinns des Volkes Gottes». Aber beisst sich hier das Eichörnchen nicht in den Schwanz? Die Herren Patriarchen haben ja den Leuten während Jahrhunderten gepredigt, dass nur eine patriarchal verfasste Kirche denkbar ist. Und nun glauben es die Gläubigen. Darum können die Patriarchen nichts andres tun als auf sie hören……
Und nun: Das Problem Kässmann stellt sich nach Margots Rücktritt den Orthodoxen nicht mehr. Bis ihnen eine andere protestantische Bischöfin entgegentritt. Und eines Tages bestimmt eine römisch-katholische….
Walter Ludin
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant