Priestermangel

Erschreckende ZahlenIch weiss, auch die nachstehenden grauenhaften Statistiken können unsere oberste Kirchenleitung nicht davon abbringen, zu hoffen, mit etwas mehr Gebet könne der Preistermangel gelöst werden (vgl. Jahr des Priesters!). Trotzdem ist es wichtig, immer wieder neu der Realität ins Auge zu blicken.»Le Monde» über die Situation in Frankreich:Die Diözesanpriester sind 15.000 an der Zahl mit einem Durchschnittsalter bei 75 Jahren. Jedes Jahr werden rund 100 Neupriester geweiht, während 900 sterben oder ausscheiden. In einigen Diözesen werden die Pfarreien in «Verbänden» zusammengefasst, wo es dann vorkommt, dass ein Priester zehn, 20 oder auch 40 Kirchen betreut. Es gibt Diözesen, die in etwa zehn Jahren nur mehr zehn aktive Priester haben werden.Die besorgniserregendste Zahl betrifft die Seminaristen: 1966 waren es 4536, heute sind es weniger als 500. Diözesen wie Pamiers, Belfort, Agen, Perpignan hatten keine einzige Berufung. Die Priesterweihen bleiben niedrig: nach dem Zweiten Vaticanum sank deren Zahl erschreckend nach unten: 1956 wurden 825 Priester geweiht, 2008 waren es rund 90.

Walter Ludin

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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