Höchst absurder Vergleich

Gestern in der Religionssendung auf DRS2 hörte ich einen der absurdesten Vergleiche in Bezug auf die Religionsgemeinschaften. Da verglich ein Journalist in höchster Naivität die Einstellung der Schweizer Gesellschaft gegenüber jüdischen Mitbürgern/innen in den ersten fünf Jahrzehnten des letzten Jahrhunders mit den heutigen Ängsten vor bei uns wohnhaften Moslems.
Da vergleicht man(n) nicht etwa Birnen mit Äpfeln, sondern Johannisbeeren mit Melonen! Wie kann man nur so unglaublich geschichtsfremd sein und eine winzig kleine Religionsgemeinschaft, die durch unzählige Jahrhunderte immer wieder verfolgt und diskriminiert wurde, mit der zweitgrössten Weltreligion, von der ganze Flügel noch heute zu Gewalt gegenüber Andersgläubigen im Namen Gottes aufrufen, vergleichen. Ich muss mich heute (obwohl politisch nicht dort angesiedelt, weder bei Herr Wobmann noch bei Herr Reimann) für all die Menschen in Europa wehren, die diese Religion als bedrohlich empfinden. Diskriminierung ist etwas ganz anderes! Schauen Sie Sich doch mal an, wie eine Gruppe junger Moslems auf ein schwules Paar reagiert. Und lernen Sie daraus, was uns da droht!

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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