Das letzte Wochenende war wahrlich ereignisreich, so dass der seriöse Blogger nur noch hinterherhecheln konnte. Aus katholischer Sicht war nun «Amoris laetitia» wichtiger als die zwei besuchten (und schon angekündigten) Aufführungen. Deren detaillierte Kritik ist als Doppelpack pünktlich verschickt worden (und kann beim Verfasser jederzeit angefordert werden).
Zum Zürcher «Macbeth»: Frau Serjan hat uns/mich völlig überzeugt. Sie sang mit Schärfe, Wucht, aber auch Melodik, wie wir uns diese Rolle vorstellen. Anders als bei Herr Tiliakos vibrierte auch nichts an dieser Stimme. Man erlaube mir den Satz: So ist sie auf dem Weg zum Olymp dieser Stimmlage, zur Kundry. Noch mehr überzeugt hat mich aber die Regiearbeit des «jewish gay kangaroo» (Selbstdefinition von Herr Barrie Kosky, Intendant der Komischen Oper Berlin): Eine so konsequent durchgedachte (morgen noch mehr dazu) und zugleich ästhetisch an- und entsprechende Inszenierung habe ich schon länger nicht mehr gesehen. Chapeau!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant