«wie ich es liebe»

Zur geforderten Metanoia dieser Zeit gehört die immer wiederkehrende Überlegung, was denn ein Fasten sei, «wie ich es liebe». Die Prophetenbücher geben uns eigentlich schon Anleitung genug, und Jesus aus Nazareth, der sich bewusst in ihre Reihe stellt (vergleiche den Lukas-Bericht vom Auftritt in Nazareth, den wir eben am 3. und 4.Sonntag im Jahreskreis hörten), treibt ihre Mahnungen und Forderungen auf die Spitze. «Denkt nicht ich sei gekommen, aufzuheben, ich bin gekommen, zu erfüllen.» Ein Fasten «wie er es liebt», ist eine Besinnung auf seine Forderung eines von Gesetz und Rechtsnormen emanzipierten Menschen, der in sich und im Mitmenschen Gottes Angesicht erkennt und Moral und Ethik danach ausrichtet.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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