28.Februar zum Ersten

Der nächste nationale Abstimmungssonntag naht und bringt zumindest zwei sehr kontroverse Themen. Zur absolut unfairen Initiative «Abschaffung der Heiratsstrafe für Heterosexuelle» werde ich mich hier nicht äussern, auch nicht zur Nahrungsmittel-Initiative der Juso. Aber zu den beiden anderen schon. Beginnen wir mit der, dich mich nicht persönlich betrifft und doch betroffen macht:
Auch ich habe den Aufruf unterschrieben. Das kann festgestellt werden, es ist auch logisch. Von dieser Partei kommt ja eigentlich nie etwas Gutes. Soweit so gut. Aber: Die Durchsetzungsinitiative hat dank Frau Merkels lockenden Worten aus dem letzten Sommer (»Seid willkommen und macht bei uns alles, auf was ihr Lust habt» – bis hin zu Köln…) und dem totalen Versagen der Flüchtlingspolitik der EU beste Chancen, trotz all diesen Unterschriften und Mahnungen angenommen zu werden. Das ist der Preis, den wir Schweizer für die direkte Demokratie bezahlen. Wenn das Volk beunruhigt ist, ja Angst hat, kümmert es sich nicht um edle Werte wie Verhältnismässigkeit und Zumutbarkeit. Europa ist im Ausnahmezustand, und in solchen Zeiten hat die Vernunft wenig Chancen. Ich befürchte ein Ja.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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