Zu meinem «völlig inkorrekten» Donnerstagskommentar zum Thema «Stadl» nun auch noch die grundsätzliche und sachliche (und damit nun korrekte) Zweitbegründung (wie weit diese Zweitbegründung die erste jeweils beeinflusste, müsste wohl ein Aussenstehender, Therapeut oder so, abklären):
Ist es Euch/Ihnen denn nie aufgefallen, wie stark sich diese Inszenierungen des Moik- und später Borg-Stadls am Vorbild faschistischer Massenaufmärsche (ja sogar am Vorbild der Nürnberger Grossanlässe) orientierten? Habt Ihr/Haben Sie denn nicht bemerkt, wie dieses rythmische Klatschen und Stampfen samt diesem militärischen Aufmarsch von Musikvereinen dem selben Zweck wie in unseligen Zeiten diente: dem Ausschalten des persönlichen Denkens und damit des persönlichen ethischen Verantwortens?
(PS: Da lob ich mir die klassische Jazz-Formation, in der die Instrumentalisten in ihren Variationen frei sind, und deren Zuhörer individuell Beifall spenden, wo und wie es ihnen gefällt – natürlich auch nicht mit einer Mass Bier, sondern mit einem edlen Double Wood in der Hand…)
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant