Hansjörg Schneider (Jahrgang 1938) kann es nicht lassen: Er schickte zu unserer mehr als grossen Freude Kommissär Hunkeler trotz Pensionierung in seinen neunten Fall (Hunkelers Geheimnis, Diogenes, 2015). Das schmale Büchlein umfasst nur gute 200 Seiten, so dass ich es in homöopathischer Dosierung lesen musste, so etwa 20 Seiten pro Tag. Alles ist wieder da, die ganze Belegschaft, das Haus im Elsass (überraschend neu bewohnt durch zwei weibliche Zuzüger – aber keine Sorge: Hedwig wird nicht in die Wüste geschickt), der mürrisch-nostalgische Hunkeler (nun mit herausgekratzter Prostata, aber ohne weitere Gefahr: kein Ca), die Bezüge zur Schweizer Politik, die Liebe zur Stadt Basel.
Vielen Dank, Herr Schneider, mögen Sie noch mit 90 Jahren schreiben!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant