Zur Freude: Diese von mir als «stinknormal» titulierte Aufführung war hervorragend besetzt. Ich staune, wie und woher die St.Galler Opern-Intendanz ihre Sänger/innen erhält. Die Tatjana (Evelina Dobraceva) singt zurzeit auch am Bolschoi Tschaikowsky, der junge Onegin (Nikolay Borchev) ist Mitglied des Ensembles der Wiener Staatsoper, der ebenfalls junge Gremin (Tomislav Lukic) war ebenfalls hervorragend. Schlechthin nur gut (was übrigens gleich auch noch für die Regie von Lydia Steier gilt). Gottseidank klatschten nebst dem matten Abo-Publikum Freaks aus den hinteren Reihen mit, die die Qualität ebenfalls erkannten.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant