Am Anfang stand Joseph Haydns spätes Quartett in G-Dur op 77/1. Spannend diesen Klang zu erleben, denn als Haydn es komponierte, war Mozart schon tot, und der junge Beethoven hatte sich bereits präsentiert. Haydn, dem die Gnade eines hohen künstlerischen Alters geschenkt war, befindet sich mit diesem Werk so richtig im Herzen der «klassischen» Periode der Musikgeschichte.
Gleichzeitig galt es, die «Belceas» kennen zu lernen. Das Cello sitzt bei ihnen nicht recht aussen, sondern ist zwischen zweiter Geige und Bratsche positioniert. Und der wilde Ländermix (Rumänien, Frankreich, Polen) der Protagonisten erbrachte nicht Beliebigkeit, sondern einen konsequenten Klang, dominiert von der wahrhaft süss klingenden ersten Geige Corina Belceas.
Heinz Angehrn
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