Start der Saison in Zürich

Herr Homoki bleit seinen Linien treu, im Guten wie im Schlechten. Weniger Neuinszenierungen (um Geld zu sparen), überhaupt weniger Aufführungen im grossen Haus (um Geld zu sparen), mehr Modernes (da kommen weniger Leute, also weniger Einnahmen), ganz wenige grosse Stars (um Geld zu sparen), eine bis zwei wirklich intelligente und spannende Inszenierungen pro Saison (die eine meistens vom Chef selber).
Was auffällt? Einmal das Gute: Frau Gürbaca hat nicht schon wieder eine Inszenierung erhalten. Auch gut: Herr Santi weigert sich, Frau Gürbacas «Rigoletto» zu dirigieren. Ich dachte schon, er sei eventuell verwirrt geworden. Das Komische: Herr Homoki inszeniert Bellinis «I Puritani», wie Vieles von Bellini etwas langatmig-langweilig und kündigte – um die Langeweile auszugleichen – Herrn Florez an. Doch der singt nun doch nicht, und ich sitze auf einer doofen Karte. Betrug!

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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