Einige geneigte Leser/innen dieses Blogs kennen sie schon, meine ungebrochene Begeisterung für Stephen King und sein Gesamtwerk, ein Hobby, von dem die meisten Kirchenmenschen mir sagen, dass es für einen Theologen doch etwas «abartig» sei. Nun denn, ist eben mein Hobby (man lese bei den «Ehrenbünden» nach, warum mir diese Beurteilung recht schnuppe ist…).
Also denn: In der 2008 erschienen Kurzgeschichtensammlung «Just after sunset» lässt King wieder einmal eines dieser sein monumentales Werk verbindenden Erklärungselemente aufleuchten. So fragten wir uns ja etwa schon seit Jahrzehnten, was denn exakt in «The fog» diese Ami-Soldaten mit ihren Experimenten angestellt hatten, dass plötzlich Riesen-Hummer und -Spinnen die harmlosen Touris niedermetzeln konnten. Oder wir stiessen in mehreren Werken, besonders in der «Dark tower»-Reihe, auf den geographischen Terminus «Schwachstelle». Oder wir fragten uns, was denn aus dem Kofferraum dieses «Buick» aufstieg.
Eine Erklärung gibt nun in «Just after sunset» die etwa 70seitige Erzählung «N», eine grausige Geschichte, wie sich Menschen mit der Weitergabe eines schrecklichen Geheimnisses hintereinander in den Suizid treiben. Im King’schen Universum gibt es an mehreren Orten auf der Welt gefährlich durchlässige Stellen, an denen die Chaosmächte jederzeit durchbrechen können. Und darum muss es auch Wächter geben, die diese Orte hüten. Nur wehe, wenn deren geistige Gesundheit nicht äusserst robust ist!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant