Es ist Herr G zugute zu halten, dass es ihm gelungen ist (anders als damals Roland-Bernhard in der causa Röschenz!), in letzter Sekunde doch noch den Kopf (in der Hauptsache nicht den seinen, sondern den seines Chefs Vitus) aus der Schlinge zu ziehen, die durch ein Nichternstnehmen der staatskirchenrechtlichen Kompetenzen beim Umgang mit Angestellten der Kirchgemeinden (was nun auch ein Priester de facto ist) schon zum Zuschnüren bereit war. Bereits seine letzten öffentlichen Äusserungen haben ahnen lassen, dass es auf einen solchen Kompromiss hinauslaufen wird.
Wer nun wirklich gesiegt hat? Nun vor allem wieder unser Deutschschweizer duales Kirchensystem. Ich nehme an, dass Herr G seine Bemühungen verstärken wird, es zu vernichten (mit Hilfe entweder der Freidenker oder der politischen Rechten, einfach, wer zum Mitspielen bereit ist).
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant