Er wird altersmild

Die Lesenden (auch meine Schüler/innen, in unzähligen Fragerunden zum Quartalsende geplagt…) wissen, dass eines meiner (für einen seriösen Theologen) unüblichen Hobbies Stephen King und sein Universum umfasst. Da denke ich, dass ich wirklich alles gelesen habe, was es seit «Carrie» gab und gibt (leider nur sehr wenig im Original, shame on me).
Nun beim Lesen der neusten Werke diese Feststellung: Der Mann (er geht auch gegen die 70) wird altersmilde. Gleich in drei Werken hintereinander (»Wind», «Joyland», «Dr Sleep») unterlässt er es, alle uns lieb gewordenen und ans Herz gewachsenen Helden den Märtyrertod sterben zu lassen oder zumindest psychisch oder physisch schwer beschädigt die Geschichte verlasssen zu lassen. Die Vermutung, dass er solche Lösungen einfach braucht, entstand in mir am Ende der «Dark tower»-Serie, wo er auch noch Oy in den Tod schickte.
Und nun wendet sich das Blatt, wenigstens ein bisschen. Dass Dan Torrance, der in «Shining» so schwer geplagte 5jährige Bub, nun als Erwachsener nicht auch noch geopfert wird: Thanks, Mr King!

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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