Die Kultur hat ein Ende

Am Ende einer unglaublich intensiven Kulturphase, die mich davon abgehalten hat, neues Positives zu Franziskus bzw. neues Kritisches zu unseren Churer Freunden zu schreiben (es sei versprochen, dass ich das wieder aufnehme…), standen die Herren Strawinsky und Mahler im «einfachen» Sinfoniekonzert in meiner Heimatstadt.
Wieder hatte sich Chefdirigent Otto Tausk an dicke Brocken herangemacht. «Le Chant du Rossignol», die sinfonische Dichtung, entstanden aus einem Ballettprojekt Strawinskys, blieb wie viele Werke des 20.Jahrhunderts befremdend. Solch Musik ist interessant, nicht mehr.Ganz anders Gustav Mahlers «Lied von der Erde», ein monumentales spätromantisches Werk für grosses Orchester und zwei Wagnersänger. Das war intensiv, emotional berührend und melancholisch, weil ja auch wir dem Altern entgegengehen. Nur der brüllende holländische Tenor konnte Herrn Gould (eben hier berichtet) nie das Wasser reichen.

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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