Der Besuch ad limina ist in vollem Gange. Ich bin ja gespannt. In der Eröffnungsrede verlas Franziskus das, was ihm seine Höflinge aufgeschrieben haben (natürlich auch noch durch Churer Abgesandte unterstützt, die noch nicht wegspediert worden sind…). Nun begegnen er und seine nächste Umgebung unseren Bischöfen direkt. Meine Vermutung ist, dass er nur durch ein ehrliches und direktes Zeugnis überzeugt werden kann (wie auch durch das abschreckende Gegenteil).
So erbitten wir denn für die Bischöfe Markus und Felix den Geist des offenen Wortes. Er wird nicht zu überzeugen sein durch das blosse Argument des Fortschritts des Geistes aufgrund der Aufklärung. Da braucht es schon Fleisch am Knochen, sprich den Bericht, wie bei uns Direktbetroffene durch das bis anhin rigide römische Regiment religiös und emotional gelitten haben. Und wenn ich das Bischof Felix einflüstern könnte: Mit dem durch Matthew Fox erarbeiteten Terminus der anawim unserer Jetztzeit wäre ein guter Ausgangspunkt gegeben.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant