Und sie bewegt sich doch

Ich halte zunächst fest, dass ich keinerlei Wundertaten oder Wunderpapiere zum Ende der ausserordentlichen Synode erwarte. Das wäre ja auch nicht im Sinn des neuen Chefs, der bewusst eine Kultur des Dialogs und der freien Rede fördert und einfordert (»ascoltare in umiltà»). Da dürfte es nicht sein, dass schon nach zwei Wochen Diskussion von knapp 200 Menschen fertige Ergebnisse vorliegen. Ich nehme an, dass diese 200 und wir mit Anregungen zu einer veränderten Pastoral in den Alltag zurückgeschickt werden.
Warum ich aber schreibe «Sie bewegt sich doch», das bezieht sich auf das ausserordentliche Faktum, dass erstmals eine universal organisierte katholische Kirchenversammlung über das Thema Homosexualität und gleichgeschlechtliche Partnerschaften öffentlich einsehbar kontrovers diskutiert. Dies ist ein substantieller Fortschritt, der ohne Franziskus nicht möglich gewesen wäre!

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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