Abschliessend zum Thema: Ich denke, dass Seelsorgende jeder Stufe, die als zu abgehoben empfunden werden, ihre Aufgaben in der Nachfolge Jesu weniger gut erfüllen können und werden, als die, die versuchen, sich auf die Niedrigkeiten des Lebens einzulassen. Es gibt ja eigentlich unzählige biblische, liturgische und theologische Impulse dazu, etwa Röm 12,15 oder das zweite Synodenhochgebet.
Ich gestehe gerne ein, dass auch ich dem Anspruch, «allen alles zu sein», nicht genüge, aber ich denke, dass wir es wenigstens dort, wo unsere Fähigkeiten und Charismen liegen, versuchen sollten.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant