Mit Jorge Mario Bergoglio, mit Franziskus, dem Diener Gottes und der Kirche, ist nun das Verständnis jedes Amtes in der Kirche als eines Dienstamtes auf der obersten Ebene angekommen. Die Zeichen, die er bisher setzte, die Worte, die er bisher benutzte, machten und machen klar, dass er sich als ein «primus inter pares» versteht.
Die in den Medien zitierte Kritik seiner Gegner, etwa die, dass er das heilige Amt des Papstes mit seinen Gesten und seiner direkten persönlichen Kontaktnahme «säkularisiere» und «entweihe», dass er die «Glaubensfestung» der religiösen Verehrung des Papstamtes mit seiner «sich selbst zuweilen hinterfragenden, ja nonchalanten Art» mutwillig «zerstöre», ist lächerlich und stellt nur eines klar (bzw. die Zitierten bloss): Dass es in unserer Kirche immer noch Menschen, Kleriker und Laien, gibt, die 1789 nicht verdaut haben. Eigentlich sollten sie mir leid tun. Aber da Herr Piacenza (der «Gegangene» in der Kleruskongregation) mir schon ein Verfahren eingebrockt hat, ist das Mitleid nicht ganz ehrlich.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant
https://www.blogs-kath.ch/die-saekularisierung-des-amtes-des-bischofs-von-rom/