Die «staatskirchenrechtlichen Körperschaften»

Ich komme nochmals zurück auf meinen (von Gloria TV beachteten) Coocopalmerio-Eintrag und möchte die Sache ins Grundsätzliche rücken. Man(n) beachte auch beim Titel des Beitrags, dass ich diesmal die Ermahnungen von Redaktionskommissionsmitglied Adrian ernst genommen und brav im Sinn des Arbeitspapiers formuliere. Also: Warum heulen die Rechten denn wie eine Wolfsmeute auf, wenn von bewussten Körperschaften die Rede ist? Ist so ein bisschen Demokratie denn gar so schlimm? Denn: Anders als bei der evangelischen Kirche haben unsere Räte ja nicht die geringste pastorale Kompetenz. Da ist der Pfarrer bzw. Pfarreibeauftragte immer noch quasi Alleinherrscher. Ich muss niemanden fragen, was für Projekte ich anbiete, was für Opfer ich aufnehme, wann und warum wir die Glocken läuten, was ich predige etc. etc.
Kurzum: Die Hysterie von Rechts ist unbegründet bzw. sie hat ganz andere Gründe: Die wollen eine stromlinienförmige Kirche, streng zentralistisch geführt. Aber das ist in der Schweiz nicht umsetzbar. Wir sind stolz auf unsere föderale Struktur und Geschichte! 

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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