Kommen wir dann auf die Geschichte zu sprechen: In gut 100 Jahren hat der Tessin sich von einem agrarischen Armenhaus zu einer der touristischen Hochburgen unseres Landes gemausert. Doch die besten Zeiten, wohl eingeleitet vom fröhlichen Nacktsonnen auf dem Monte Verita und der Altersresidenz von Hermann Hesse im Sottoceneri, scheinen vorbei, die Touristenzahlen sinken. Die Freude daran, zusammen mit 5000 anderen Gesinnungsgenossen im Campo Felice zu grillen, ist gesunken. Und das junge Volk schreit nach Ballermann-Stränden. So sind die Ticinesi recht froh, dass in den letzten Jahren mehrere russische Oligarchen von der Côte d’Azur zu ihnen wechselten.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant