Zur Klärung

Ab und zu (vgl. letzten Eintrag) verirrt sich der Schreibende ein bisschen aufs Feld der Politik. Da dieses ein glitschiges ist, liest er dann zu den politischen Beiträgen nicht mal die Reaktionen, um nicht zu Überreaktionen zu greifen. Genau deshalb wieder mal diese Klärung, die ich vor meinem historischen und philosophischen Gewissen verantworten kann:
Faschismus nennen wir politische Haltungen und Bewegungen des letzten Jahrhunderts, die mit einem klassisch rassistischen Argumentatorium die Welt erklären und die Gesellschaft gestalten wollten: Einordnung der Gesellschaft in wertvolle und weniger wertvolle Mitglieder; Bennennung von Schuldigen und Sündenböcken; das Volk verführende und die anders Denkenden verhetzende Propaganda; grosser Erfolg bei den Stimm-Massen.
Neofaschistische Bewegungen nenne ich all die politischen Strömungen in Europa, die im 21.Jahrhundert dieselben Argumente und Mittel verwenden: FPÖ, Front National, Partij voor de Vrijheid, Vlaams Belang, Fidesz, Perussuomalaiset. Die Lega Nord und die UKIP kann ich nicht in gleicher Art und Weise zuordnen. Aber unsere SVP wohl.
Theologisch gesprochen: Solche Parteien sind für engagierte Christen/innen nicht wählbar. Mag sein, dass sie mal in einer Sachfrage sogar recht haben, aber es geht um die menschenverachtende und nicht evangeliumskompatible Art des Denkens.
 
 

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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