Beachtlich

Wieder mal was aus der hehren (und leider nicht immer heilen) Welt der schönsten aller Künste, der Oper: Nachdem Herr Andreas Homoki als neuer Intendant der Zürcher Oper nach mehr als eineinhalb Saisons einigermassen seriös beurteilt werden kann, habe ich ihm (auch im Namen meiner Opern-Kumpel) einen Brief geschrieben, in dem ich ihm meine Sorgen die Qualität und Art vieler Inszenierungen betreffend mitteilte. Insbesondere das Wirken der Frau Gürbaca (»Rigoletto», «Aida», nun erhält sie gar noch eine «Zauberflöte») ist ja als überaus hässlich und «geschäftsschädigend» zu bezeichnen. Ich schrieb Herrn Homoki freundlich und begründet. Und siehe da: Er antwortete. Das ist beachtlich! Noch beachtlicher, dass er eingestand, auch er wisse ja am Anfang einer Produktion nicht immer, was denn da herauskomme. Ich hoffe, er zieht die richtigen Konsequenzen.
Denn die lauten: Leute wie Frau Gürbaca und Herr Kusej gehören in die Wüste. Keine Neuproduktion mehr für Terroristen (Terminus nicht von mir, sondern von Maestro Nello Santi).

Heinz Angehrn

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