Gott im Krimi

Ich gestehe ein, dass ich in meiner Freizeit statt edler Belletristik lieber Krimis lese. Und da war ich höchst deprimiert, als Henning Mankell Kurt Wallander endgültig verstummen liess. Diese Serie hat einige Jahre meines Lebens geprägt. Dann begann ich in einer wilden Jäger+Sammler-Aktion zu suchen, werde auch von Lehrerkollegen im Suchen unterstützt und komme zur Erkenntnis, dass mir nur ein kleiner Teil der aktuellen Krimi-Auswahl zusagt (bzw. den Trennungsschmerz von Wallander heilen hilft). Da gibt es oberflächliche Actionkrimis (Jo Nesbo), da gibt es ideologisch gefärbte Realokrimis (Wolfgang Schorlau), da gibt es bemühende Agatha Christie-Imitationen (Simon Beckett), da gibt es detailverliebte Kochkrimis (Klaus-Peter Wolf), aber der Zauber kommt nicht auf.
Mit einer Ausnahme: Hakan Nessers Barbarotti-Reihe. Eine Wonne zumindest für einen Theologen, denn Gott selber mischelt ab und zu mit. Gerade habe ich «Am Abend des Mordes», den fünften und letzten der Reihe, nachdem er endlich broschiert erschienen ist, in zwei Tagen verschlungen. Und schon wieder Trennungsschmerz.
Tips von Euch/Ihnen, was es da noch Gutes gibt?

Heinz Angehrn

Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant

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