»Ich glaube nicht, dass man vom päpstlichen Lehramt eine endgültige oder vollständige Aussage zu allen Fragen erwarten muss, welche die Kirche und die Welt betreffen. Es ist nicht angebracht, dass der Papst die örtlichen Bischöfe in der Bewertung aller Problemkreise ersetzt. In diesem Sinn spüre ich die Notwendigkeit, in einer heilsamen ‘Dezentralisierung’ voranzuschreiten.»
«Gerade weil es eine Frage ist, die mit der inneren Kohärenz unserer Botschaft vom Wert der menschlichen Person zu tun hat, darf man nicht erwarten, dass die Kirche ihre Position zu dieser Frage ändert. Dies ist kein Argument, das mutmasslichen Reformen oder ‘Modernisierungen’ unterworfen ist. Es ist nicht fortschrittlich sich einzubilden, die Probleme zu lösen, indem man ein menschliches Leben vernichtet.»
Gerade weil das für mich so überraschend ist: Ich hätte nie gedacht, noch einen Bischof von Rom zu erleben, der meine innersten Überzeugungen teilt. In der Frage des Subsidiaritätsprinzips und in der Frage der anderen Gewichtung des Themas Abtreibung: in allem einfach genial. Der Schreibende ist glücklich!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant