Was ich lange nicht wusste bzw. beachtete: Die bereits unzählig facettenreiche Sicht auf Richard Wagner, den grössten Opernkünstler der Geschichte (diese meine Wertung beruht darauf, dass er als Einziger auch die Libretti selber geschaffen hat – das machte noch Herr Lortzing, aber dessen Musik hält nicht mit den «Big 5» mit), wird in ihrer Zwiespältigkeit (von der NZZ erst kürzlich gar mit «Dr.Jekyll und Mr.Hyde» benannt) noch grösser, wenn man weiss, dass die Ehe von Richard und Minna kinderlos blieb, und dass dass seine vergötterten Kinder bis zum Zusammentreffen mit Cosima kleine Kläffhunde und Papageien waren. Dem zweiten Papagei brachte Minna in Zürich übrigens den Satz bei: «Richard ist ein böser Mann».
Wir werden ihn nie ganz exakt würdigen können.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant