Werde mich heute auch an der Sitzung der SKZ-Redaktionskommission herumhören, wie wir Deutschsprachige dieses Wort besser verstehen und klären können. Was hat de Lubac exakt geschrieben: «mondain», was ja ohne jede Wertung einfach «gesellschaftlich» meinen kann, oder meint er es im Sinn des auf eine Person Bezogen-Seins: «personne mondaine», ein «Weltmann», eine «Weltfrau»? Dann hätte es den Klang eines «Lebemanns» wie etwa Gunther Sachs oder einer «Jet-Set-Person» wie David Beckham.
Wenn Franziskus das im zweiten Sinn verwendet, wen kritisiert er exakt: Johannes Paul II., den Medienstar? Kaum. Wenn er aber einfach eine Kirche meint, die mit den gesellschaftlich Mächtigen paktiert, warum dieses Adjektiv «mondain»? Oder hat er eine Neudefinition geschaffen für eine «aufgeblasene» selbstverliebte Kirche?
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant