Apropos Länge der privaten Messen: War Totebeinli der langsamste, dann war Herr Professor Artho der schnellste. Herr Professor hiess er, weil er nicht ordentlichen Kleriker-Tätigkeiten nachging, sondern Lehrer an der heidnisch-liberalen St.Galler Kantonsschule (die zu besuchen ich später das Privileg hatte – es war köstlich, so heidnisch-liberal erzogen zu werden!) war. Er zelebrierte immer am Eusebius-Altar, gleich neben der Sakristeitür (der kürzest mögliche Weg) und er schaffte die Messe in etwa 17 Minuten. Er war deshalb äusserst beliebt bei uns Jungs, da blieb mehr von den Freuden eines Morgens und des mit ihm verbunden Schulweges.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant