Die «Finta giardiniera» in St.Gallen war ein Erlebnis mit diversesten Gefühlslagen (ausführliche Kritik wie immer bei mir zu beziehen): Die Pseudo-Rokoko-Deko und -Kostüme, mit viel technischem Schnickschnack angereichert, machten Spass. Das Sängerensemble war für St.Galler Begriffe mehr als passabel, ja gut. Die Handlung ist trotz Schnickschnack eine der dümmsten aller Opern-Libretti. Und die Regie, aus München übernommen, war vor der Pause amüsant und der Fasnachtszeit würdig, nach der Pause immer bemühender.Und dann gab es einen Kulturfrevel höchster Potenz: Unter dem Titel Ulk und Tollerei wurde auch die Melodie von «Ewigi Liebi» eingebaut. Zwar bin ich kein Mozartfan, aber für dieses Verbrechen kann es nur eines geben: die sofortige Guillotinisierung der Täter/innen!
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant