Der Aufenthalt war extrem kurz, das Holzen von ebenso kurzer Dauer, und dann warteten gleich zwei Beerdigungen innerhalb 24 Stunden auf mich. Heftiger Start ins Neue Jahr…
Gestern informierte die Bistumsleitung an der ersten von drei Info-Veranstaltungen uns Seelsorgende über die Revision der Weisungen für die Seelsorgeeinheiten. Es war gräulich langweilig, mir ist oft unklar, warum des Lesens kundige Menschen noch zwei Stunden opfern müssen, um das Gelesene und zumeist Verstandene nun noch anzuhören.
Nichtsdestotrotz gab es auch Erheiterndes: Nebst der Absurdität, dass die Teamleiter/innen nun Teamkoordinatoren/innen heissen, deren primäre Aufgabe es ist, die Teamsitzungen zu leiten (!!..!!??..), die Kurzdebatte zwischen einem aus dem grossen nördlichen Nachbarland stammenden Kollegen, der Clausewitz erwähnte und klarere Zuständigkeiten und Strukturen einforderte, und der Replik des Vertreters der Bistumsleitung, dass Deutschschweizer Seelsorgende sich keine solche Befehlsstrukturen gefallen lassen. Wir sehen: Die römische Zentrale mit ihrer Vorstellung von Macht hat wenigstens in St.Gallen keine Chance.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant