Der Johannesprolog als wiederkehrende Provokation. Eine derart philosophisch-grundsätzliche Deutung des Christus-Ereignisses, und dies noch in einer so schönen Sprache. Der zeitliche Abstand zwischen dem ersten Auftreten des apokalyptischen Wanderpredigers, der unsere Religion begründete, und einer derart abstrakt-hochstehenden Spekulation, wer exakt er denn nun für uns sei, und das quasi in den wenigen Stunden zwischen Heiliger Nacht und Heiligem Tag, schlechthin faszinierend! So gehe ich denn nun und höre die Predigt von Monika Renz zu Joh 1, während ich zelebriere und der Kirchenchor Ryba singt.
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant