Ausschnitte aus einem Artikel, der soeben in der Aargauer Zeitung erschien, bestätigen meine Beobachtungen und Befürchtungen:
«Palliative Care mit seinen pflegerischen, sozialen, psychologischen und seelsorgerischen Komponenten ist nach Ansicht des «Dialogs Nationale Gesundheit» von Bund und Kantonen eine Antwort auf die Herausforderungen in der Gesundheitspolitik.Denn die Gesellschaft wird älter, die Todesfälle nehmen zu, integrierte Versorgungsmodelle sind gefragt … Die Fachgesellschaft «Palliative ch» begrüsst die Weiterführung der nationalen Strategie, übt aber trotzdem leise Kritik: «Nachdem in der ersten Phase der Strategie Grundlagen erarbeitet worden sind, braucht es nun Fleisch am Knochen. In derzweiten Phase geht es um die Umsetzung – und die kostet», sagt Präsident Roland Kunz. Die Finanzierungsfrage sei in der Strategie von Bund und Kantonen zu wenig gewichtet, sagt er. Die Fachgesellschaft moniert, es gebe in der Schweiz zu wenigeBetten für die palliative Pflege. Heute stehen erst rund 300 Betten in Palliativstationen zur Verfügung; gemäss den Empfehlungen der Europäischen Palliative-Care-Vereinigung müssten es bis zu 800 sein … Ungelöst ist aktuell noch die Finanzierungsfrage: Denn die 2012 eingeführten Fallpauschalen greifen zu kurz. Das BAG schreibt, das System mit Fallpauschalen sei «auf Patientinnen und Patienten ausgerichtet, die wieder genesen.» Kunz erklärt: «Am Lebensende ist nicht die Diagnose relevant, sondern die Probleme, die für den Einzelnen im Vordergrund stehen», erklärt Kunz. Es brauche deshalb auf Spitalebene dringlich einen eigenen Tarif für Pflegeleistungen.»
Heinz Angehrn
Kirche Schweiz – katholisch, aktuell, relevant